BTB Bewertung der Empfehlungen der Rentenkommission


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die BTB Bundesleitung hat die Empfehlungen der Rentenkommission bewertet.

Aus Sicht der Gewerkschaft BTB sind die Empfehlungen der Alterssicherungskommission der Bundesregierung nur teilweise durchdacht. Für das Wohl der Beschäftigten müssen die Empfehlungen auf den Prüfstand und lösungsorientiert weiterentwickelt werden.

Die Kommission hat auf der Ausgabenseite vorwiegend Lösungsansätze entwickelt, die die Beschäftigten belasten. Ein zentraler Hebel für stabile Rentenkassen liegt aus Sicht der Gewerkschaft BTB in einer starken Lohnpolitik und einer besseren Familienpolitik. Der Anstieg von Geringverdienern und die Reallohnverluste sind als Einnahmeproblem mit zu bewerten.
Ein weiterer Fehler der Kommission ist, dass Gleichberechtigung für Einsparungen vorgeschoben wird und die darauf basierenden Empfehlungen nicht zur Verbesserung der Alterssicherung von Frauen dienen, sondern für alle zu schlechteren Renten führen.
Darüber hinaus sind die Vorschläge der Kommission zur Anzahl der Beamtinnen und Beamten irrelevant. Dazu gab es erstens keinen Auftrag und zweitens gibt es dazu verfassungsrechtliche Urteile.

Die Gewerkschaft BTB bewertet die Ergebnisse konstruktiv-kritisch. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die gesetzliche Rente das verlässliche Fundament bleibt und sinnvoll ergänzt wird, fordern aber zeitgleich die Arbeitsbedingungen, den Arbeitsschutz und Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte strukturell zu verbessern, damit längere Lebensarbeitszeiten für die Beschäftigten gesund und ohne Einbußen erreichbar werden.
Die Einnahmeseite der gesetzlichen Rentenversicherung muss durch höhere Tarifabschlüsse, starke Tarifbindung und den Ausbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung
gestärkt werden.

Die vollständige Bewertung der Gewerkschaft BTB zu den Empfehlungen finden Sie hier.